Oberfranken


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Neues vom Urweltmuseum


Große Unruhe im Urwelt-Museum in Bayreuth Museumsleiter konnte "Schlimmeres" verhindern.

Bereits vor einigen Tagen beobachteten Mitarbeiterinnen des Urwelt-Museums in Bayreuth, dass in der Sonderausstellung über die Wolpertinger einiges im Gange war.
Immer wieder war die Einstreu in den Käfigen zerwühlt. Außerdem gab es kleinere Beschädigungen an den Käfiggittern.
Zuerst hatten die Museumsleute Besucher im Verdacht. Dieser konnte jedoch nicht bestätigt werden, vor allem, weil die Beschädigungen bereits am Morgen,
noch vor der Museumsöffnung beobachtet werden konnten.

In der Nacht ist das Urwelt-Museum mit einer Alarmanlage gesichert. Als schließlich auch noch das Schloss eines Käfigs zerbrochen war,
beschloss der Museumsleiter Dr. Rabold der Sache auf den Grund zu gehen.
Er kontaktierte bayernweit Wolpertingerspezialisten. Der entscheidende Hinweis kam dann aber von einem Mitarbeiter der Regierung von Oberfranken, der die Ausstellung bereits mehrfach besucht hatte.
Er wies Dr. Rabold in einem Schreiben darauf hin, dass die Wolpertinger in Käfigen sehr unruhig werden. Dies passierte hin und wieder sogar mit präparierten (ausgestopften) Exemplaren.
Als urbayereische Viecher haben sie einen unbändigen Freiheitsdrang. Eine gewisse Beruhigung kann man jedoch, wie nichtwissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, durch das permanente Abspielen der Bayernhymne erzielen. Daraufhin installierte Dr. Rabold einen MP3-Player im Sonderausstellungsraum von welchem nun ständig leise die Bayernhymne als Chor sowie von einer Polizeiblaskapelle abgespielt wird.
Wie die Mitarbeiter des Museums beobachteten ist seither wieder Ruhe in den Käfigen eingekehrt. Es ist noch nicht geklärt, wie der Glupschaugen-Schneutzler (Arboreus volabits) ein Wolpertinger aus Oberfranken (siehe Foto) dauerhaft auf die Bayernhymne reagiert.
Das Tier ist unter intensiever Beobachtung. Bisher hat es sich ruhig verhalten.

Wolpertinger

Die Ausstellung "Wolpertinger, Elwedritsch und Rasselbock" ist noch bis zum
7. März im Urwelt-Museum in Bayreuth zu sehen.

Urwelt-Museum Oberfranken
Kanzleistraße 1
95444 Bayreuth
Tel.: 0921 511211
www.Urwelt-Museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

idea DschungelParadies Neuenmarkt

Exotische Prachtfinken in Oberfranken gesichtet


Bilder

Bereits seit vielen Jahrhunderten sind Prachtfinken in Asien als Ziervögel beliebt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie dann auch in Europa gehalten, wobei besonders der Zebrafink bekannt und beliebt ist. Prachtfinken sind eine sehr artenreiche Familie innerhalb der Ordnung Sperlingsvögel. In ausgewachsenem Zustand können sie eine Körperlänge von etwa 8 bis 18 cm erreichen, sind dabei aber meist sehr leicht, was ihnen ermöglicht, beim Fressen auch auf dünnen Grashalmen zu sitzen. Die Schnäbel sind überwiegend spitz. Männchen und Weibchen zu unterscheiden ist häufig lediglich am Gesang möglich, da ansonsten kaum ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus gezeigt wird. Das natürliche Verbreitungsgebiet von Prachtfinken erstreckt sich auf sehr warme Zonen Afrikas, Asiens und Australiens. Dort siedeln sie in Steppen und Savannen, am Rande von Wäldern oder in Sträuchern auf Feldern und Weiden. Eine Ausnahme bildet unter anderem die farbenfrohe Gouldamadine, die vornehmlich in der Halbwüste lebt. Ihr Futter finden Prachtfinken vorwiegend in Sämereien, manchmal auch in kleinen Insekten.

Zu den größten Arten gehört die mit einem langen Schwanzspieß ausgestattete Spitzschwanzamadine (lat. Poephila acuticauda) aus dem Norden Australiens. Dort bewohnt sie überwiegend Eukalyptuswälder, Savannen und Steppen, immer in der Nähe von Wasserstellen. Spitzschwanzamadinen zählen zu den ausgesprochen geselligen Vögeln; Pärchen begrüßen sich zum Beispiel mit Kopfnicken und zufriedenen Lauten, kraulen sich gegenseitig und unternehmen alles gemeinsam.

Mit ihrem bunten Federkleid gehört die Gouldamadinen (lat. Chloebia gouldiae), die ebenfalls im Norden Australiens beheimatet ist, wohl zu den schönsten Tieren unter den Prachtfinken. Sowohl schwarzköpfige als auch rot- und gelbköpfige Varianten kommen vor. In der Natur suchen sie vor allem Samen des Zuckergrases (Sorghum plumosum), lieben aber auch fliegende Termiten. Gouldamadinen bauen ihr Nest meistens in verlassene Nisthöhlen von Sittichen oder anderen höhlenbrüteten Vögeln. Der britische Naturforscher und Tiermaler John Gould entdeckte diese Prachtfinkenart während seiner beiden Australienreisen in den Jahren 1838 und 1840; wissenschaftlich bearbeitet hat er seine Beobachtungen aber erst 4 Jahre nach seiner letzten Tour.

Neben diesen beiden genannten Arten leben seit kurzem auch Rotköpfige sowie Dreifarbige Papageiamadinen (lat. Erythrura psittacea und Erythrura trichroa) im idea DschungelParadies Neuenmarkt, einer einzigartigen Tropenhalle im Herzen Oberfrankens. Während die dreifarbige Variante, von der es 10 Unterarten mit Größenunterschieden und mehr oder weniger ausgedehnten Kopfmasken gibt, in weiten Teilen Asiens und Australiens verbreitet ist, ist die Rotköpfige Papageiamadine lediglich in Neukaledonien beheimatet. Diese Art ist insgesamt grün, am Kopf von der Stirn und dem vorderen Scheitel bis zur Ohrengegend und der Kehle leuchtend rot; rot sind auch der hintere Bürzel, die Oberschwanzdecken, die mittleren, zugespitzten Steuerfedern und die Außenfahnen der übrigen sonst braunen Schwanzfedern.
„Schönheit und Natur pur erleben und genießen“ ...so lautet das Motto des idea DschungelParadieses Neuenmarkt, das nun bereits im achten Jahr seit Eröffnung Besuchern die faszinierende Welt tropischer Schmetterlinge und anderer exotischer Tiere näher bringen möchte. Neben den vielen bunten, freifliegenden Tagfaltern und Prachtfinken kann man auch chinesische Zwergwachteln, Nymphensittiche, Koi, Leguane und andere Echsen, Weißbüscheläffchen, Meerschweinchen, Schlangen, Fische und Frösche, Vogelspinnen und vieles mehr bestaunen.

Für weitere Informationen:
idea DschungelParadies Neuenmarkt
Frau Christine Ströhlein
Wirsberger Straße 12
95339 Neuenmarkt
Telefon 0 92 27/90 25 25 (Büro)
Fax 0 92 27/90 25 26
E-mail idea@schmetterlingspark.de

Dreifarbige Papageiamadine Gouldamadinen Rotköpfige Papageiamadine Spitzschwanzamadinen





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